Entwicklung

Wie entwickelt man/frau sich in der Beziehung? Wie entwickelt sich die Beziehung? Warum gehen die Entwicklungen von 2 Menschen so weit auseinander, dass sie es irgendwann nicht mehr miteinander aushalten können?

Keiner hat eine Anwtort auf diese Fragen parat. So ’n jammer! Ich würde gern wissen, ob meine letzte langjährige Beziehung, die sehr schmerzhaft endete, umsonst war… Habe ich mich, meine Zeit, Kraft in etwas investiert, was mich weiter brachte?

Fragen über Fragen und keine einzige Antwort ist in Sicht. Frustrierend! Ernüchternd!

Für mich brachte die gescheiterte Beziehung eine entscheidende Lehre: egal wie sehr man/frau eine/einen liebt, wenn es nicht wenigstens mit der gleichen Münze belohnt wird, hat es keinen Sinn. Man/frau opfert sich für den anderen und man/frau merkt es nicht mal, wie man/frau dabei zu Grunde geht.

Ich wollte in der Beziehung oft weiter gehen. Doch irgendwie gab es immer Gründe, Umstände, die es verhinderten. Im ersten Moment wurde das Vorhaben auf der Prioritätenliste immer wieder nach unten verschoben, bis es irgendwann ganz verschwand. Ist man/frau selbst doof, wenn man/frau sich, seine vorhaben aus Rücksicht auf die anderen aufgibt? So, im nachhinein betrachtet, würde ich sagen „Definitiv JA!“

Man bekommt vorgelebt, dass es das A und O einer Beziehung ist, für seinen Partner auch mal Opfer zu bringen bzw. eigene Bedürfnisse/Wünsche zurück zu stecken. Aber man bekommt nicht auf den Weg mit, wie man denjenigen findet, der all diese Opfer würdig ist. Man stolpert halt durchs Leben.

Und die verlorene Zeit kann man leider nicht mehr einholen. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als in den Erlebnissen/Erreignissen nach positiven Momenten/Aspekten zu suchen, um diese verlorene Zeit nicht mehr als verloren zu betrachten, um daraus eine Lehre zu bekommen.

Sollte man vielleicht als Kunst bezeichnen, die Fähigkeit, seine Misserfolge als Lehre zu analysieren und das Beste daraus zu machen. Ob es einem im Leben weiter hilft, ist eine andere Frage. Zumindest weiss man nach seinen Misserfolgen, was man in seinem Leben NICHT will.

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24 Gedanken zu “Entwicklung

  1. Alles schlechte besitzt auch auch etwas gutes, man muss danach nur suchen und wirklich vergebens ist selten etwas. Wir lernen immer aus unseren Erfahrungen, auch wenn das Ergebnis sein sollte, dass man etwas nicht will.
    Es ist oft so, dass Menschen erst 7 Beziehen brauchen um zu verstehen das es einen Unterschied gibt zwischen „Was will ich“ und „Was brauche ich wirklich“, denn dieses wollen ist nicht immer welches man wirklich braucht.

    Ich denke, solange uns ein Erlebnis hilft uns weiter zu entwickeln, sei es auch nur ein ganz kleiner Schritt, kann es nicht umsonst gewesen sein. 🙂

    Lg und Kopf hoch ^^

  2. Aber warum ist denn deine Beziehung verlorene Zeit? Es gehört doch einfach zum Leben dazu. Du hattest mit Sicherheit auch schöne Momente. Erinner dich doch an diese. Auch das weiterentwickeln ist ganz normal. Wir können ja nicht stehen bleiben. Aber manchmal geht die Entwicklung in einer Beziehung halt auseinander.

    • weil es sich so anfühlt. klar, gab es auch schöne momente. nur haben die menschen, die gehen, eine angewohnheit, so viel mist auszuschütten, wenn sie gehen, dass man sich eben wie ein haufen elend vorkommt.

  3. Ich kann dir ein paar Antworten geben:

    Wie entwickelt man/frau sich in der Beziehung? – Man entwickelt sich weiter. Ohne Ausnahme.
    Wie entwickelt sich die Beziehung? – Sie entwickelt sich weiter. Zum guten oder zum schlechten.
    Warum gehen die Entwicklungen von 2 Menschen so weit auseinander, dass sie es irgendwann nicht mehr miteinander aushalten können? – Weil sie sich in unterschiedlich entwickeln

    Du gibst dir auf deine aktuelle Situation alle Antworten selbst. Im menschlichen Beziehungsgeflecht ist Schaden, sind Fehler, scheinbar verschwendete Tage, Monate oder Jahre … unvermeidlich.

    Deshalb: Alles richtig gemacht.

    Schwieriger – aus verständlichem Grund – ist das ‚Schwamm drüber, weiter geht’s‘. Denn: Der Mensch ist, wie er ist. Und kann nicht aus seiner Haut. Was dafür sorgt, dass der Geist in extremen Situationen nicht (ausschließlich) rational denken und handeln kann.

    Was nicht schlimm ist. Sofern man diesen Gedanken nicht nach- und sich ihnen ergibt. Jemandem dabei zu helfen oder Tipps zu geben, dafür ist ein Blog als Plattform in meinen Augen nicht geeignet. Weshalb ich das auch nicht mache.

    Nochmal zum Blog: Alles richtig gemacht!

    Liebe Grüße

      • *g* Kommt mir bekant vor, dazu hab ich meinen Blog auch um es festzuhalten als ne Art Zeitkapsel als das man in paar Jahren insofern man den Blog da noch hat nachlesen kann wie es vor paar Jahren war, was dich beschäftigt hat, was sich geändert hat usw. Tipps und Ratschläge sind zwar gut und fein, aber so wirklich danach suchen tun wir dann halt nicht….

  4. Tja ich musste eben tatsächlich ein wenig schmunzeln als ich deine Post gelesen habe. Ich habe genauso vor ein paar Monaten eine lange Beziehung beendet genau aus dem Grund das dieses „Geben und nehmen“ nicht vorhanden war. Leider konnte ich mir das Ende erst selber eingestehen als mir ein anderer Mensch zeigte wie eine Beziehung tatsächlich ablaufen sollte und mir zeigte das ich nicht immer nur für andere leben sollte sondern auch mal darauf achten muss was mir gut tut.
    Mittlerweile habe ich das was ich immer wollte und es geht mir besser als je zuvor.

    Fazit: Auch wenn einem eine Trennung vielleicht das Herz bricht, so kann eine Veränderung auch positiv sein.

    Immer schön nach vorne blicken und die Vergangenheit dort lassen wo sie hingehört, in den Hintergrund.

    Lg. Saraphina

    • Sorry, Ihr werdet mich jetzt vielleicht hassen, lostsoul und Saraphina, aber wenn ich „geben und nehmen“ höre, denke ich an den Witz, der keiner ist. Ich machte vor 3 Jahren mit meiner Ex Schluss. Die Beziehung war ein Geben und ein Nehmen: ich habe gegeben, und sie hat genommen 😉
      Jetzt, mit mehr Weisheit und grauen Haaren, sehe ich auch die Momente, wo mein exzessives „geben“ schlicht „Blödheit“ war, vielleicht aus Unsicherheit heraus, sie bei der Stange zu halten. Darum verfolge ich eiskalt das Motto, was Ihr bei mir unter „gesammelte Weisheiten“ nachlesen könnt: wenn eine Dame schlussmachen will, dann versuche ich das auch anzunehmen, statt mich zu verrenken. Richtig Lieben heisst auch loslassen können.
      Und, o Wunder, die Frau, mit der ich mich jetzt treffe, hat inzwischen aufgehört mit Schlussmach-Drohungen, und wir haben viel, viel, vieeeeel Spass zusammen :-))))

  5. Das ist ja das Doofe, was was man nicht will ist ja recht einfach definiert, nur das was man eigentlich wirklich will, also ich kanns nicht, aber weiss auch was ich nicht will, ach oft ist des alles kompliziert …

  6. „Lieben“ ist etwas das man tut. Steht bei Erich Fromm, aber auch in American Pie, Teil 3.
    Es tut mir Leid, den Eindruck zu gewinne, man betrachtet Beziehungen als eine Art quid pro quo.
    „Wenn Du mir nichts gibst, habe ich umsonst gegeben.“
    Dabei beginnt es immer bei sich.
    „Liebe Dich selber, wie Deinen Nächsten.“ – „Dich selber“ kommt zuerst.
    Mich dünkt es, lostsoul hadert halt damit, mit einem Penner (wahrscheinlich ist es ein Mann) Zeit verschwendet zu haben, der lostsoul nicht liebte, und diese Zeit sich in die Länge zog – 8-ung: grobe Vermutung – aus Angst vor’m alleine sein.
    Lauter Theorie, die auch ich nicht vergessen möchte, darum: danke für diese Gelegenheit.
    Siehe mein Post „Zombie Love“ – auch hier kommt das Wort mit L nicht einmal vor!

    • Für mich ist „lieben“ bediengungslos. Doch wenn man mit der Zeit das Gefühl bekommt, ausgenutzt zu werden, dann wird es böse. Und deine Vermutung deckt sich mit meiner, der blieb solange, bis er einen anderen Hafen gefunden hatte. Da kommt man sich schon bisserl verarscht, verraten und verkauft vor.

  7. Eine gute Idee, finde ich, das, was in dir vorgeht, in einem Blog zu verarbeiten. Manchmal ergeben sich Antworten schon während des Schreibens. Liebe, lieben … beschäftigt mich auch, ständig. Trotz gescheiterter Beziehung und anderweitig viel Frust, Verarsche, Missverständnis etc. glaube ich heute an eine höhere Form davon. Jemanden lieben, mit jemandem zusammen sein wollen, aus dem simplen Grund, weil man denjenigen mag. Nicht das, was er hat. Oder macht. Oder gibt. Sondern weil er ist. Ich vermute, mit dieser Einstellung werd ich für immer Single bleiben … :/

    • habe erst vor ein paar tagen einen artikel gelesen, in dem ein ähnliches thema behandelt wurde. da war mal ein zitat eines verhaltenswissenschaftlers „liebe ist ein zustand, kein gefühl“ und wenn ich mir meine gescheiterte beziehung vor augen führe, so begreife ich immer wieder, dass dieser zustand bei mir mit den jahren immer zugenommen hat. leider empfand mein partner es nicht so. aus dem hintergrund entstand der gedanke zu entwicklung.

      das mit der höheren form, daran glaube ich auch. mal sehen was das leben noch für überraschungen für mich parat hält 😉

  8. Das Leben stellt manche immer wieder auf schwere Proben und es bleibt einem nichts als zu versuchen sie zu meistern. Viele Erfahrungen die man macht sind grausam/schmerzhaft und man könnte gerne auf sie verzichten. Manche Erfahrungen lassen Menschen auch verächtlich auf einen blicken weil man nicht die üblichen Wege nahm. Doch egal was man erlebt und welche Wege man geht, dies alles formt uns und gibt uns einen Erfahrungsschatz der uns als ewiger Berater zur Seite steht. Man sollte, um nicht in Selbstmitleid, Trauer oder Depression zu versinken, all dem auch etwas positives abgewinnen. Sei es dass wir liebenswerter dadurch werdenwerden oder auch in manchen Momenten kühler um dann mit Distanz an etwas heran zu gehen damit unsere Emotionen nicht zu schwer in den Entscheidungen wiegen die wir treffen.
    Ich selbst habe aus all dem Tod, der Unfreiheit, dem Schmerz, der Wut und Enttäuschung sehr viel lernen können und kann heute sagen, dass ich ein sehr liebenswerter Mensch bin der die Neugier trotz allem nie verlor, meine Gegenwart von Menschen oft sehr geschätzt wird aber ich auch sofort umschalten kann wenn etwas droht mich zu verletzen. Somit schlussfolgere ich, dass das Leben uns lehrt gutherzige zu jenen zu sein die es verdienen, kalt zu jenen die einem schlechtes wollen und neugierig auf das Leben zu bleiben.
    Life is beautyful, isn’t it? 🙂

  9. Salut verlorene Seele, ist’s inzwischen besser geworden – hast Du die nächste Stufe erreicht?
    Der Schmerz über den „Verlust der Welt“ lässt bald nach, und dann wird die Zeit der Leichtigkeit, der Ausgelassenheit, des Genießens kommen, ist vielleicht scogar schon da?
    Aber schreibe mir doch, wie bist Du auf meinen blog gestoßen?

    • die nächste stufe naht 😉 die leichtigkeit werd ich leider nicht mehr so geniessen können, wie es mal war. dafür bin ich zu oft vom leben geschlagen worden. ausserdem wenn man verantwortung nicht nur für sich selbst hat, ist es nicht so einfach.

      bin über umwege auf deinen blog gestossen 😉 ich bin ein profi darin, die leute aus der menge heraus zu picken, die in irgend einen meiner unerfüllten träume ausleben 😉

  10. In welcher Weise lebe ich Deine unerfüllten Träume, Verlorene?
    Ich schreibe doch über meine Träume gar nicht, zumindest nicht über alle!!
    Und: Lass‘ Dich nicht hauen. Es läuft zwar mit zunehmenden Jahren unrunder,
    wenn man bei Zeiten nicht für sein Glück vorausschauend gebaut hatte,
    aber deswegen sollte man sich stets seinem jugendlichen Optimismus erinnern!!
    Grüße zum WoE
    Christian

    • du lebst da, wo die meisten urlaub machen 😉 das ist eins meiner träume, die welt zu bereisen.
      das mit dem hauen ist ja nicht so schlimm, wie es sich manchmal anhört *g* 1. was mich nicht umbringt, macht mich stärker und 2. man gewinnt eben an erfahrung (obwohl, auf einige davon hätte ich liebend gern verzichtet)

  11. Oh, nun ja, das stimmt zwar, aber meinst Du deshalb ist hier alles Zuckerschlecken.
    Berlin ist besonders schlimm diesbezüglich. Toll, ein Mult-Dorf, aber es wartet keiner auf Dich und jeder ist zu allererst sich selbst der nächste. Allerdings hat man dann auch seine Ruhe vor irgendwelchen Neugierern.
    Und nicht vergessen: Morgen einen Stolperstein putzen!!
    PS: Verzicht ist nicht akzeptabel 😉 !

    • ich weiss, dass das leben kein zuckerschlecken ist, niergends. und genauso weiss ich, dass ich meinen traum, die welt zu bereisen, noch für sehr lange zurück stecken muss 😉 die stolpersteine sammle ich. irgendwann hab ich genug für eine brücke zu meiner trauminsel *g*

      • Nein, nicht die Stolpersteine sammeln! Die liegen doch absichtlich dort, wo sie liegen.
        Außerdem: Hast Du mal überlegt, wie schwer die Brücke für deine Trauminsel werden könnte?
        Je nach Bogenlänge wird das statisch instabil. Dann fielest Du mit Ihr, wenn Du losschrittest.
        Nicht gut! Nein. Putzen sollst Du einen morgen. Am Tag der Reichsprogromnacht!
        Wo liegt Deine Trauminsel? Und wirst Du auf ihr dann Scotch mitnehmen, anstatt Bourbon??

      • die insel liegt weit weg von allem weltlichen treiben, wo mich niemand stört oder vermisst.

        ähm, weder noch. ich nehme eine kiste Absolut 😉

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